Pierre-Auguste Renoir

1861-1864 studiert Renoir Malerei in der Klasse des Schweizer Malers Charles Gleyre. Bald jedoch sucht er sich andere künstlerische Vorbilder als seinen Lehrer, nämlich Gustave Courbet und Diaz de la Pena, denen er zufällig bei der Malarbeit im Wald begegnet und die ihn ermuntern, stets nach dem Leben und dem Modell zu malen.

Lise mit dem Sonnenschirm (1867)
Im Salon von 1868 war er mit dem Bild *Lise mit dem Sonnenschirm* vertreten, für das Lise Tréhot Modell stand. Sie war von etwa 1865 bis 1871 Renoirs Geliebte.

Der Spaziergang (1870)
Seine Erfahrungen im Freien wirken sich auch auf seine Atelierbilder aus. Kritiker werden auf ihn aufmerksam und loben die Frische und Natürlichkeit seiner Bilder. Trotzdem finden sich kaum Käufer. 1869 lebt er in solch bitterer Armut, dass er, wie er später selbst schreibt, nicht einmal jeden Tag etwas zu essen hat.

Madame Monet und ihr Sohn (1874)
Seine finanzielle Situation wendet sich Mitte der 1870er Jahre zum Guten, als er den Zollbeamten Victor Cocquet und den Verleger Georges Charpentier kennenlernt und von ihnen Aufträge für Porträts und ein großes Tafelbild bekommt. Durch die Fürsprache der einflussreichen Madame Charpentier weitet sich sein Bekanntenkreis in der besseren Gesellschaft aus, und er bekommt in den folgenden Jahren so viele Porträtaufträge, dass sie ihm zeitweise sogar lästig werden.
1881 und 1882 unternimmt er drei große Reisen nach Algerien, nach Italien und wieder nach Algerien.
Nach dem Aufenthalt in Italien beginnt sich Renoir von Grund auf neu zu orientieren, er wendet sich vom Spontanen ab und zeichnet die Formen schärfer, bleibt aber bei den Motiven voller Lebensfreude. Er wendet sich vom Impressionismus ab und dem Klassizismus zu.
Um 1883 herum gerät er in eine schöpferische Krise. Beim Publikum und bei der Kritik spürt er in jener Zeit laues Desinteresse, und über sich selbst äußert er, dass er sich in einer künstlerischen Sackgasse befindet.

Ruhe nach dem Bad (1918-1919)
Um 1892 zeigen sich bei Renoir die ersten Anzeichen von Rheumatoider Arthritis. Trotz seiner Krankheit malt er unaufhörlich. Renoir sitzt mittlerweile im Rollstuhl und lässt sich, nach eigenen Angaben, täglich den Pinsel an die Hand binden, da er ihn nicht mehr halten kann.
Pïerre-Auguste Renoir starb am 3. Dezember 1919 im Alter von 78 Jahren und hinterlässt eine Fülle von Landschaftsbildern, Stillleben, Porträts von Erwachsenen und Kindern, Aktbildern, Bildern vom Tanzvergnügen und vom Familienleben.
(ausz.: wikipedia.de; dort sind auch viele seiner Werke zu besichtigen)
Ambrosia - 25. Feb, 10:46